Tourenski leihen oder kaufen? Der Einstieg in die Skitour

Du willst mit dem Skitourengehen anfangen, weißt aber noch nicht, ob sich eine eigene Ausrüstung schon lohnt? Dann ist Tourenski leihen für die ersten Touren meist der vernünftigste Weg: Du lernst Aufstieg, Spitzkehre und Abfahrt kennen, ohne dich gleich auf Ski, Bindung und Schuh festzulegen. In diesem Beitrag erfährst du, was zu einer Tourenausrüstung gehört, worin sich Leihski mit Rahmen- und Pin-Bindung unterscheiden, ab wann sich der Kauf auszahlt und wie du dich auf deine erste Skitour im Mostviertel und im Ybbstal vorbereitest.

Was eine Tourenausrüstung von der Pistenausrüstung unterscheidet

Auf der Piste bringt dich der Lift nach oben, auf Tour gehst du selbst. Deshalb ist die Ausrüstung anders ausgelegt. Der wichtigste Unterschied steckt in der Bindung: Beim Aufstieg ist die Ferse frei, du schiebst den Ski bei jedem Schritt nach vorne, statt ihn anzuheben. Für die Abfahrt wird die Ferse fixiert, und der Ski fährt sich wieder wie ein normaler Ski. Damit du beim Gehen nicht zurückrutschst, klebst du Steigfelle auf die Lauffläche.

Zu einer vollständigen Tourenausrüstung gehören:

  • Tourenski mit Tourenbindung, meist leichter als ein Pistenski
  • Steigfelle, passend auf die Länge und Breite des Skis zugeschnitten
  • Tourenschuh mit Gehmodus, damit sich der Schaft beim Aufstieg nach hinten bewegen kann
  • Stöcke, idealerweise verstellbar und mit großem Teller
  • Notfallausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde
  • Rucksack mit Platz für Notfallausrüstung, Wechselshirt, Jause und Getränk

Das ist eine Menge auf einmal. Genau deshalb fangen viele mit Leihausrüstung an und kaufen erst dann, wenn sie wissen, wie und wo sie unterwegs sein wollen.

Tourenski leihen: Für wen sich das lohnt

Tourenski leihen passt vor allem in drei Situationen. Erstens, wenn du gerade einsteigst und erst herausfinden willst, ob dir das Gehen mit Fellen überhaupt Spaß macht. Zweitens, wenn du nur ein paar Mal im Winter auf Tour gehst und die Ausrüstung den Rest der Saison im Keller stehen würde. Drittens, wenn du vor einem Kauf verschiedene Ski und Bindungssysteme ausprobieren willst.

Gerade der dritte Punkt wird oft unterschätzt. Ob dir ein leichter, schmaler Ski für lange Aufstiege liegt oder ein breiterer Ski mit mehr Auftrieb im Tiefschnee, merkst du erst am Berg. Ein Leihski ist dafür ein unkomplizierter Test. Im Verleih von Autbäck wählst du Abhol- und Rückgabedatum online aus und holst die Ausrüstung in Amstetten oder Wieselburg ab, im Geschäft oder über die 24/7-Box.

Standard oder Gold: Rahmenbindung und Pin-Bindung im Vergleich

Bei Autbäck gibt es zwei Kategorien von Leihski. Die Tourenski Standard sind mit einer Rahmenbindung montiert, zum Beispiel der Völkl Rise Up 82. Die Tourenski Gold haben eine Pin-Bindung, zum Beispiel der Fischer Transalp 84 C oder der Transalp Pro 92. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie der Schuh mit dem Ski verbunden ist.

Bei der Rahmenbindung steht der Schuh auf einer Platte, die beim Gehen hinten aufklappt. Du hebst bei jedem Schritt also die Platte mit an. Das ist etwas schwerer, dafür ist die Bedienung einfach und vertraut, weil der Einstieg ähnlich funktioniert wie bei einer Pistenbindung. Ob du mit deinem eigenen Schuh in eine bestimmte Rahmenbindung passt, klärst du am besten bei der Reservierung.

Bei der Pin-Bindung wird der Schuh vorne zwischen zwei Metallstiften eingeklickt und dreht sich beim Gehen um diese Pins. Unter dem Fuß wird nichts mitgehoben, das spart bei jedem Schritt Gewicht. Dafür brauchst du einen Tourenschuh mit Pin-Einsätzen in der Sohle, und das Einsteigen will ein paar Mal geübt sein.

Für die allerersten Versuche auf einer Pistentour ist die Rahmenbindung eine gute Wahl. Wer schon weiß, dass längere Aufstiege dazukommen, greift eher zur Pin-Bindung.

Der Tourenschuh: worauf es beim Leihen und Kaufen ankommt

Beim Tourengehen bist du stundenlang zu Fuß unterwegs, und jeder Druckpunkt meldet sich spätestens nach der ersten Stunde. Deshalb ist der Schuh der Teil der Ausrüstung, bei dem sich Sorgfalt am meisten auszahlt. Ein guter Tourenschuh hat einen Gehmodus mit großem Bewegungsspielraum, eine Sohle mit Profil für Passagen zu Fuß und, wenn du eine Pin-Bindung verwenden willst, die passenden Einsätze.

Tourenschuhe stehen bei Autbäck nicht auf der Verleihliste. Ein bewährter Weg ist deshalb: zuerst den eigenen, gut angepassten Tourenschuh kaufen und Ski samt Bindung dazu leihen. Wie die Anpassung abläuft, liest du im Beitrag Skischuh anpassen lassen. Bring zur Anprobe die Socken mit, in denen du auch gehen wirst, und nimm dir Zeit: Ein Tourenschuh sollte die Ferse auch im Gehmodus gut halten.

Felle, Stöcke, Rucksack: was sonst noch dazugehört

Die Steigfelle sind dein Grip am Berg. Sie müssen zur Länge und Breite des Skis passen, damit sie über die ganze Lauffläche greifen. Halte die Klebefläche sauber und trocken, leg die Felle nach der Tour zum Trocknen auf, aber nicht direkt auf die Heizung. Ob beim Leihski Felle dabei sind, fragst du am besten gleich bei der Reservierung nach, dann gibt es am Parkplatz keine Überraschung.

Bei den Stöcken reichen für den Anfang verstellbare Modelle mit großem Teller. Beim Aufstieg im steileren Gelände stellst du sie etwas kürzer, beim Queren den talseitigen Stock länger. Für hart gefrorene Querungen gibt es Harscheisen, die seitlich in die Bindung eingesetzt werden. Für die ersten Pistentouren brauchst du sie meist noch nicht.

Der Rucksack trägt alles, was nicht am Körper ist. Für Tagestouren sind rund 25 bis 35 Liter üblich. Achte auf ein eigenes Fach für Schaufel und Sonde, damit du im Ernstfall schnell darankommst, und auf eine Halterung, an der du die Ski tragen kannst. Eine Auswahl findest du bei den Wander-, Alpin- und Tourenrucksäcken.

Bei der Kleidung gilt das Zwiebelprinzip. Beim Aufstieg schwitzt du auch bei Minusgraden, am Gipfel kühlst du in wenigen Minuten aus. Bewährt haben sich eine Funktionsunterwäsche, eine leichte Isolationsschicht und eine winddichte Jacke. Ein trockenes Shirt zum Wechseln und eine warme Jacke für die Pause gehören in den Rucksack. Passendes findest du in der Outdoorbekleidung bei Autbäck.

Notfallausrüstung: LVS-Gerät, Schaufel und Sonde

Sobald du das gesicherte Pistengelände verlässt, gehört eine Notfallausrüstung zur Grundausstattung, und zwar für jede Person in der Gruppe. Sie besteht aus drei Teilen, die nur zusammen funktionieren: Das LVS-Gerät sendet ein Signal, über das dich deine Begleiter finden können, und sucht umgekehrt nach Verschütteten. Mit der Sonde wird die genaue Lage bestimmt, mit der Schaufel wird ausgegraben.

Auch diese Ausrüstung musst du nicht gleich kaufen. Autbäck verleiht ein Lawinensuchgerät inklusive Schaufel und Sonde und auch einen Lawinenrucksack. Wichtig ist aber: Die Ausrüstung allein schützt dich nicht. Wie du sie im Ernstfall bedienst, wie du den Lawinenlagebericht liest und wie du dich im Gelände verhältst, lernst du in einem Lawinenkurs, etwa bei einem alpinen Verein oder bei Bergführerinnen und Bergführern. Die Suche mit dem LVS-Gerät solltest du außerdem regelmäßig üben.

Tourenski kaufen: Ab wann sich die eigene Ausrüstung auszahlt

Wenn du nach ein paar Touren merkst, dass du regelmäßig gehen willst, ist der Zeitpunkt für die eigene Ausrüstung gekommen. Dann weißt du auch schon, was dir wichtig ist: möglichst wenig Gewicht für lange Aufstiege oder mehr Stabilität für die Abfahrt. Diese Entscheidung bestimmt die Wahl von Ski und Bindung.

Für Einsteiger und Allrounder sind Ski mit einer Breite unter dem Fuß von rund 80 bis 95 Millimetern verbreitet. Schmälere Ski sind leichter und gehen sich angenehm, breitere tragen im Tiefschnee besser. Bei der Länge hilft als Faustregel die Körpergröße minus 5 bis 15 Zentimeter, je nach Können und Gelände. Am besten entscheidest du das aber im Gespräch, mit deinen eigenen Erfahrungen aus den Leihtouren im Hinterkopf.

Ski, Bindungen und Tourenschuhe findest du in der Kategorie Tourenskisport. Wenn du vorher schon Leihski gefahren bist, erzähl uns, was dir gefallen hat und was nicht. Das macht die Beratung bei Autbäck in Amstetten oder Wieselburg deutlich zielgerichteter.

Die erste Skitour im Mostviertel und Ybbstal: so startest du

Für die ersten Schritte mit Fellen ist eine Pistentour ideal. Viele Skigebiete erlauben den Aufstieg auf eigenen Routen am Pistenrand, oft zu bestimmten Zeiten und mit eigenen Regeln für Tourengeher. Informier dich vorher beim jeweiligen Skigebiet, wann und wo das erlaubt ist, und halte dich an die Vorgaben. So übst du Gehtechnik, Fellwechsel und das Umstellen der Bindung in vertrautem Gelände.

Bevor du das erste Mal ins freie Gelände gehst, nimm dir erfahrene Begleiter mit oder buch eine geführte Tour. Plan die Tour gemeinsam, schau dir Wetter und Lawinenlagebericht an und kehr lieber einmal zu früh um als einmal zu spät. Pack am Vorabend den Rucksack, prüf die Batterien im LVS-Gerät und probier die Bindung zu Hause aus. Am Berg ist dann der Kopf frei für das Wesentliche.

Die Leihausrüstung holst du bei Autbäck in Amstetten oder Wieselburg ab. Wenn du früh am Morgen startest oder spät zurückkommst, nutzt du die 24/7-Box. Abhol- und Rückgabeort wählst du bei der Online-Reservierung aus.

Häufige Fragen zum Tourenski leihen

Kann ich Tourenski mit meinen normalen Skischuhen leihen?

Für eine Pin-Bindung brauchst du einen Tourenschuh mit Pin-Einsätzen, ein Pistenschuh passt dort nicht. Bei einer Rahmenbindung hängt es vom Modell und von deinem Schuh ab. Sag bei der Reservierung, welchen Schuh du hast, dann wird das vorab geklärt.

Rahmenbindung oder Pin-Bindung: Was ist für Anfänger besser?

Für die ersten Pistentouren ist die Rahmenbindung angenehm, weil der Einstieg vertraut ist. Wenn du schon weißt, dass du längere Aufstiege gehen willst, und einen Tourenschuh mit Pin-Einsätzen hast, ist die leichtere Pin-Bindung die bessere Wahl.

Wie früh sollte ich Tourenski reservieren?

Reservier online, sobald dein Tourentag feststeht, besonders vor Wochenenden und Feiertagen. Du wählst Abhol- und Rückgabedatum sowie den Standort aus und weißt damit sicher, dass deine Ausrüstung bereitliegt.

Brauche ich als Einsteiger einen Lawinenkurs?

Auf gesicherten Pistentouren nicht unbedingt. Bevor du aber ins freie Gelände gehst, ist ein Lawinenkurs dringend zu empfehlen. Dort lernst du den Umgang mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde und das Lesen des Lawinenlageberichts.

Fazit: Erst leihen, dann gezielt kaufen

Tourenski leihen ist der einfachste Einstieg ins Skitourengehen. Du probierst Rahmen- und Pin-Bindung aus, lernst die Technik und findest heraus, welche Art von Touren dir liegt. Investier zuerst in einen gut angepassten Tourenschuh, leih Ski und Notfallausrüstung dazu und kauf den Rest dann, wenn du weißt, was du brauchst. Bei Autbäck in Amstetten und Wieselburg bekommst du beides: Leihausrüstung für die ersten Touren und Beratung für die eigene Ausrüstung. Schau vorbei oder reservier deine Tourenski gleich online.